orange blossom special 16, teil 5 - 7

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1 Jun 2012, 9:03



der samstag wendete sich langsam dem abend zu, und mit kill it kid stand ein britischer vierer in den programmheften, auf den sich so mancher festivalbesucher gefreut hatte. doch auch hier kassierte das obs eine absage, wobei die gründe wohl triftiger ausfielen als bei frau rogers. (ähm, war john peel da?)

in die bresche sprang eine junge schweizer band namens navel, die sicher nur die wenigsten auf dem schirm hatten. wer zudem an navelorangen erinnert wird, dem sei gesagt, die allegorie passt. die vier burschen strotzten vor enthusiasmus, und glaubte man den einleitenden worten rembert stiewes, so musste es sich um eine sehr schmackhafte (rockige) frucht handeln. dass diese im kern eine weitere frucht enthielt, darauf kam man im ersten augenblick nicht. die schweizer bratzten ordentlich voran, jedoch war zunächst nur großgestigkeit erkennbar. sänger jari altermatt posierte, dass es sämtlichen rockheroen zur ehre gereichte. der zweite gitarrist ließ dagegen keinerlei minenspiel zu und wirkte schwer unterkühlt. nur dem bassisten und dem drummer konnte man von anfang an attestieren, konzentriert bei der sache zu sein.

nachdem die ersten ansagen auch nicht wirklich zündeten, wurde ein wenig an den allüren gefeilt und das konzert entwickelte sich zunehmend zu einer mehr als brauchbaren veranstaltung. die gründe des vierers liegen in der wütenden kombination aus alt. rock und blues und sie beherrschen sie, wenn sie selbst zu ihrer kernfrucht durchbrechen. das drumming ist hochpotent, zuweilen aggressiv, aber stets befeuernd und gleißend, der bass ist eine sache für sich, hart, aber brillant im anschlag, es war eine freude, dem burschen bei der arbeit zuzusehen, von rechts gab es stromstösse und sehr feine läufe aus der e-gitarre und dem sänger musste zugestanden werden, dass er sein geschäft ausgezeichnet versteht. (abseits jeder pose) singt er mit festem, bewegungsreichem organ und kann der bandeigenen komposition genauso seinen stempel aufdrücken wie einem motörhead cover. beispiel gebend soll "black days" erwähnt werden, dass in seiner hochzeit gitarrenströme, hochleistungssport hinter der schießbude nebst treibendem bass zusammenführte und mehr als saftig klang. die innere frucht ward erobert!

teil 5: http://dasklienicum.blogspot.de/2012/05/konzert-orange-blossom-special-16-teil_31.html
teil 6: http://dasklienicum.blogspot.de/2012/05/konzert-orange-blossom-special-16-teil_2692.html
teil 7: http://dasklienicum.blogspot.de/2012/06/konzert-orange-blossom-special-16-teil.html

Immanu El
Erland & The Carnival
Navel
The Travelling Band
Nive Nielsen & The Deer Children
ClickClickDecker
The Frictions
The Flying Eyes
Spain
The Fog Joggers

Fr., 25. Mai. – Orange Blossom Special 16

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