angela aux - whatever you guess it's not (2011)

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23 Abr 2011, 12:12



samstag. früher nachmittag. männer, die ihre autos putzen. nimmt das nie ein ende? frauen, die an den fenstern scheuern, als glaubten sie der vorhersage nicht. staubbefreit lässt es sich besser streiten, an diesem leben nagen. mit heiner seits begegnen wir einem, mit dem man solche und ähnliche bilder teilen kann. er ist nicht nur aufmerksamer beobachter, sondern versessener übersetzer in sprache, musik, bild. ein tausendsassa. während ich aus dem fenster schau und mir das abbild dessen ansehe, wovor ich vor vielen jahren zu fliehen begann, läuft das neue Angela Aux album, das via red can records am 29. april veröffentlicht wird. das soloprojekt von heiner steht einerseits für die klassische lofi unternehmung, sounds, die sich aus den heimischen sofaritzen pulen lassen, die sich von tapeten pellen, die aus röhrenverstärkten geräten knistern, die eine kultur markieren, die dem do it yourself gedanken genauso folgt wie einer immanenten sehnsucht nach mehr. und gleichzeitig zeigt angela aux die spannbreite dessen auf, was aus scheinbarer begrenztheit heraus entstehen kann. wobei begrenztheit allein schon ein anachronistischer begriff ist, will man aktuelle technologie, die möglichkeiten des computerzeitalters nicht vollständig nivellieren. heiner ist ein mensch der moderne, er studierte (u.a. politikwissenschaft, philosophie), er ist mitherausgeber eines fotomagazins und organisiert nebenher ein festvial für kunst und kultur.
"whatever you guess it's not" heißt das neue album von angela aux, ein release, der dieser tage also über das münchner label red can records abgefeiert wird. natürlich wird die promotrommel gerührt, aber zurecht. denn die zwölf vereinigten tracks bilden eine einheit des ver- rückten zueinanders. die diversität in stil, mach- und lesart macht glauben, dass hier immer wieder ein anderer künstler am werk gewesen sein muss. und so giert man nach begriffen, an denen man seinen anker lichten kann, um heimathafen nah zu stranden. für lofitronic spricht das gerüst, in den ausläufern hakt die formel. dem weirdfolk fehlt das gespenstige und spinnerte. als singer / songwriter kann sich der kerl nicht verstehen, dieser art von nacktheit flieht er. mit indietronic, und das genremuster ist natürlich unklar wie alle anderen, fände sich vielleicht ein mäßiges haltetau. die konzeptuelle ausrichtung mag konstanten beinhalten, die tracks sind ausgefeilt und können für sich stehend jederzeit hiparaden sprengen. innehalten:
1. people passing by: ein helles gitarrengerüst, das sich wacker dem synthiewind, dem zirkulierenden pfeifen stellt, naturbilder werden beschworen, musik zwischen den welten organisch und synthetisch,
mehr, hier: http://dasklienicum.blogspot.com/2011/04/angela-aux-whatever-you-guess-its-not.html

Comentarios

  • HeinerSeits

    danköööööööööööööö!!!!!

    25 Abr 2011, 12:20
Ver (1)
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