• Bonaparte - 02.04.09 - Dresden - Beatpol

    3 Abr 2009, 8:47

    Thu 2 Apr – Bonaparte
    Es ist noch nicht genug über die Livequalitäten von Bonaparte berichtet worden. Auch wenn vielleicht bereits alle Verben und Adverben, Wörter die ich selbst nicht besser hätte finden können, ihren Platz in den einzelnen Artikeln gefunden haben. Von den Emotionen des letzten Abends getrieben, muss ich mich mitteilen. Es muss vor allem gesagt werden, dass Bonaparte ohne Mühe eine Menge bereits nach dem ersten Akkord zum tanzen bringen können. Sicherlich ist das mit dem enormen Aufreiz verbunden, den ihre Kostüme verursachen, der alle Hemmungen beim Publikum verfliegen lässt.
    Geschweige denn es hat welche. Es ist auch der Tatsache geschuldet, dass sie erst ein Album bei uns herausgebracht haben und wenn das Publikum seine Hausaufgaben gemacht hat, dann bekommt es genau, dass was es will.
    Ich liebe solche Konzerte.
    Und es war natürlich der Fall, dass manche sogar die Texte auswendig konnten, so ließ es sich angemessen feiern unter einer Mischung aus Indies, Punks und Electroheads. Die Punks sorgten für's Moshpit. Die Indies gaben der Vorband ihren Segen und die Electroheads tanzten aftershow noch ein bisschen vor sich hin, um sich die Beine zu vertreten. Jeder hatte seine Platz im Partygetümmel.
    Ob Quentin Tarantino dagewesen ist, weiß ich leider nicht. Ich glaube eher nicht. Wenn dann stell ich mir Quentin mit einem Glas "Kristall" hinter der Bühne vor, wie er die Leute am Mischpult per Funk anschnauzt, dass sie noch keine Musik einspielen sollen und der Band dann nochmal richtig einheizt, bevor sie wieder die Bühne erobern.
    Genug herumphantasiert. Bonaparte sind noch greifbar für Ihre Fans, dass ist die Aussage. Nicht umsomst eines der besten Liveerlebnisse, dass ich je hatte.
    Man lernt, dass neuartig eingefügte Stangen im Beatpol durchaus ihre Verwendung finden können, dass diese Band sich nicht zu fein ist mit einem auf die Bühne geratenen Fan zu tanzen und dass Schweiß keine Ausrede ist nicht mit zu feiern. Fans, die auf die Bühne klettern sind natürlich trotzdem immernoch unerwünscht, gerade wenn man so schlau ist und das Mikrofon des Sängers umwirft, zum Glück gilt an diesem Abend das Motto "someone else did it".
    Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Band 3 Zugaben geben darf. Im Moment, da man glaubt 2 Zugaben sind das Maximum, mehr geht nicht und man sich bereits schon Richtung Mitfahrgelegenheit wieder orientiert, um nicht den Anschluss zu verpassen, verharren viele noch und sehen, dass Bonaparte nur kurz hinter der Bühnentür warten, selbst heißgespielt, willig nochmal zu posen, nochmal zu begeistern. Und nicht lang und ich schreie sie wieder mit auf die Bühne. Es ist unglaublich.
    Ich hatte gehofft Bonaparte nach dem Konzert nochmal zu treffen, um sie zu fragen, ob sie auf meiner Geburtstagsfeier spielen wollen. Ansonsten wird es schwer dieses Konzert dieses Jahr noch zu toppen.

    PS: Vielen Dank nochmal an die Leute, die per Räuberleiter den Ventilator zur allgemeinen Abkühlung danach bedient haben.
  • Justice - 21.02.08 - Berlin - Huxleys Neue Welt

    25 Feb 2008, 22:07

    Thu 21 Feb – Justice, DJ Mehdi, Shir Khan

    Auf den ersten Blick mag es den Eindruck erwecken, Justice sind große Verfechter des Christentums.
    Das riesige leuchtende Kreuz bei jedem Auftritt und natürlich das Debutalbum, dessen Songtitel "Genesis"
    oder "Waters of Nazareth" heißen, oder aber auch sehr verheißungsvoll benannt sind, wie das bei
    "Let There Be Light" der Fall ist. Doch warum soviel christliche Symbolik auf einmal und das bei 2 jungen Herren, die
    nicht aussehen als seien sie besonders gläubig. Laut eigener Aussage sind sie deswegen weder militante
    Christen noch Atheisten, die die Bedeutung des Kreuzes auf den Kopf stellen wollen.

    Die Menge sieht also dieses Kreuz an einem Donnerstagabend im ausverkauften Berliner Huxleys zunächst noch unbeleuchtet
    nachdem das Tuch, unter dem die vielen blinkenden Gerätschaften von Justice versteckt waren, gelüftet wurde.
    Links und rechts der Turntables streckt sich je eine Marshall-Verstärkerwand in die Höhe, die meines Glaubens
    nach an diesem Abend nicht einen Ton von sich gegeben haben, jedoch in Sachen Beleuchtung eine Große Rolle spielten.
    Aber man glaubt ja viel, gerade wenn während des ersten "Liedes" ("Genesis" sinnvoller Weise), irgendwann endlich
    das Kreuz erleuchtet und alles geschaffen zu sein scheint, damit diese Musik überhaupt existieren kann.

    Also was war passiert? Ich kann es nur aus meiner Sicht erzählen, da ich Justice nicht von klein auf verfolgt habe.
    Erst als die SPEX "†" im Juli 2007 zum Album des Monats kürt und ich noch immer Rockerattitüden hinterherlaufe,
    beginne ich zu realisieren, welche Kraft diese Musik besitzt. Zu dieser Zeit auf dem Boden der Tatsachen rückten
    vorerst die Klaxons in den Mittelpunkt meiner Hörgewohnheiten, die im Nachhinein gesehen den perfekten Übergang
    von gitarrenlastiger zu elektronischer Musik markieren und mir die Augen öffneten für leuchtende Dinge wie
    ekstatischen Tanz, Remixe, und die Kunst derer die an den Plattentellern stehen.

    Jeder Song vom Album wird gnadenlos niedergeschossen, teilweise sogar mehrfach, dann wieder mit pumpenden Bässen
    aufgerichtet und wandelt schließlich als Skelett durch den Saal in der Hoffnung den erlösenden Beat zu bekommen.
    Ich habe zwar etwas in dieser Richtung erwartet, aber bei solchem Ausmaße wäre es meinem noch etwas untrainierten
    Rockerohr an manchen Stellen dann doch lieber, wenn einfach das Lied von der Platte erklingen würde. Aber das wäre
    zu einfach, was ich mir auch selbst eingestehe, also versuche ich immer weiter meinen Körper möglichst taktvoll
    und abwechslungsreich zur Musik zu bewegen. Je länger ich dies fortführe umso mehr versinke ich darin, werfe immer
    wieder meine Arme in die Höhe und weiß gar nicht mehr, ob ich nicht doch schon längst die Grenzen des Taktes verlassen
    habe. Egal, denn alle schreien "Because We Are Your Friends, You Never Be Alone Again!"

    Aus eigener Erfahrung während des Konzerts und auch als ich das Cover der CD zum ersten Mal in meiner Musikzeitschrift
    sah, muss ich sagen, dass es vor allem Neugier geweckt hat, wenn da ein leuchtendes Kreuz ist, dass so
    ganz und gar nicht in den Kontekt passen will. Nicht das Justice solcherlei Sachen nötig hätten um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nein,
    denn das Beste an Ihnen ist, das die Musik, die sie machen seinesgleichen sucht.

    Was wie bitte? Wieso kennen alle diese Zeilen, aber ich nicht? Ich versuche schnell zu lernen, nach dem dritten Mal
    klappts. Ich gehöre nun dazu. Und so schreie auch ich sowohl als Justice kurz die Bühne verlassen um ein Wasser zu
    trinken als auch um eine Zugabe zu bekommen minutenlang im Chorus mit meinen Freunden. Ihr seht schon, ich meine
    es ernst.
  • Zeitreise - nur vertikal möglich

    9 Dic 2007, 11:21



    Ich darf auf das Last.fm Extra Stats Prog verweisen mit dem Entwicklungen innerhalb des eigenen Musikgeschmacks wunderbar aufgezeigt werden können.
    http://www.last.fm/user/C26000/journal/2006/07/30/195693/
  • 10.11.07 Magnet ((The Boxer Rebellion)²+(Voxtrot)) * 11.11.07 Postbahnhof ((Neil's…

    12 Nov 2007, 19:37

    Hoch1: Voxtrot
    Mit ein paar Melodien von Voxtrot werde ich im Verlaufe des Tages immer konfrontiert. Ob ich nun gerade mal den Ohrwurm "The Start of Something" oder das erfrischende "Firecracker" im Kopf hatte, ist völlig egal, ich hatte mir jedenfalls vor dem Konzert große Erwartungen gemacht, vor allem auch weil ich seit den Black Keys nicht mehr im Magnet gewesen war.
    Wirklich erfrischt war ich dann ehrlich gesagt von Voxtrot nicht. Trotz engagierter Beweglichkeit auf der Bühne enttäuschte mich vor allem der Sound, der dem CD-Sound hinterherzulaufen schien, aber ihn nicht einholte. Manche Popsongs vom Album sind nunmal wenig livetauglich, weil es vor allem auf die Nuancen ankommt, so war mir hier und da die Leadgitarre zu leise, anderswo der Gesang zu angestrengt. Zwischendurch erlaubte sich Ramesh Srivastava (was für ein Name), der Sänger von Voxtrot, ein paar recht sinnfreie Ansagen, die mir nicht wirklich viel gaben, bspw. kurz nachdem er sich das Mikro an die Zähne geschlagen hatte: "Meine Zähne sind so kurz, aber wenn sie lang wären würden sie ja wie Hasenzähne aussehen." Durch solche Aussagen, blieb dann auch die Liebeserklärung an Berlin gegen Ende eher unglaubwürdig. Bei "The Start of Something" mochten die Einstellungen so sein wie sie wollten, es ist einfach ein großartiger Song, sodass Voxtrot auch noch eine Zugabe geben durften.

    Hoch1: Neil's Children
    Schräge Figuren, die da die Bühne betraten. Meine beschränkte musikalische Bildung auf dem Gebiet solcher Bands ließ mich vor allem The Cure heraushören, aber im großen und ganzen viel garagiger. Als Vorband der Klaxons funktionierten sie auf jeden Fall.
    Am überzeugendsten für mich eindeutig die Bühnenperformance des Gitarristen, der seine Gitarre ganz nach eigenem Willen durch die Gegend schleuderte, um ihr anschließend hinterher zu tanzen.

    Hoch2: The Boxer Rebellion
    Unglücklicherweise verpassten wir The Boxer Rebellion und hörten nur noch das wunderbare "Watermelon" von der Gaderobe aus. Allein diese dumpfen Klänge reichten aus, um mir die Überzeugung zu geben, dass The Boxer Rebellion ihre Sache sehr gut gemacht haben mussten. Also wär schön ihr kommt mal nach Dresden.

    Hoch3: Klaxons
    Mein erster Gedanke danach: Ein Konzert zu dem man auch mal alleine gehen kann. In meinem Freundeskreis teilen nämlich nur Wenige die Begeisterung für die Klaxons. Diese Wenigen hatten entweder keine Zeit oder waren nicht entschlossen genug extra ins schöne Berlin zu fahren, um sich die Band anzukieken. Als die Klaxons die ersten Takte gespielt hatten, wusste ich alles richtig gemacht zu haben.
    Der Sound stimmte und die Bühnenpräsenz der Band plus die Präsenz von den womöglich schönsten Mädchen Berlins im Publikum um mich herum, machte das Konzert zu einem unglaublich positiven Trip, der einfach nur Realität war. Für meine Begriffe auch keine Überheblichkeit bei der Band zu spüren. Trotz Mercury Award für das beste Album sind die Klaxons also noch einigermaßen mit den Füßen auf dem Boden geblieben, soweit das bei diesem Hype überhaupt möglich ist, der ihrem französischen Namen, für alle die es immer noch nicht wissen, übrigens alle Ehre macht.
    Neben den Arctic Monkeys wohl auch eines der schweißtreibendsten Konzerte dieses Jahr für mich. Genau das aber brennt solche Konzerte in mein Gedächtnis, sodass ich selbst in ein paar Jahren noch sagen könnte, wie das Ganze damals ablief und ich würde wahrscheinlich immer noch mit der gleichen Begeisterung von dem Konzert sprechen.
    Bereits nach dem eröffnenden "The Bouncer" erklang "Atlantis to Interzone". Es folgte Ohrwurm um Ohrwurm vom Album, von welchem sie kein Lied ausließen. Kurz nur gingen sie von der Bühne ehe sie das Publikum wieder zurückgeschriehen hatte, um zu erinnern das noch ein Lied fehlte:
    "4 Horseman of 2012" beendete schließlich das Konzert. Am Ausgang verstreuten sich meine Gleichgesinnten wieder in ganz Berlin, Brandenburg, England oder wo auch immer sie herkamen. Ich wäre gern noch mit allen durch die Stadt gezogen, um "Wir sind Viele" zu schreien.

    Alles in allem habe ich ein sehr schönes Wochenende in Berlin verbracht. Vor allem aber auch dank Merle und ihrer super netten Familie.

    http://www.last.fm/event/358870
    http://www.last.fm/event/265825
  • Hurricane Festival 2007 - Tag 3: Krawall und Remmidemmi

    28 Jun 2007, 17:27



    Mittlerweile hatte das Hurricane Festival 2007 seinen letzten Regen erlebt und so langsam trockneten die Pfützen und Seen der letzten Tage. Auf dem Gelände war zusätzlich jede Menge Rindenmulch vor der Bühne verteilt worden, sodass ich meine Gummistiefel wieder wegpacken konnte.
    Der Tag begann diesmal etwas später, da unsere Zeltnachbarn an diesem Morgen weder sangen noch "Ouzo" schrien, schlief ich immerhin bis halb 10. Zum Frühstück gabs 5-Minutenterrinen.
    Im weiteren Verlauf des Vormittags kam es dann zu ein paar Zwischenfällen in unserer Nachbarschaft. An der Becksfahne, die wir zur Orientierung nutzten war zuerst ein Junge erfolgreich hinaufgeklettert. Der Zweite jedoch, der es versuchte, brach mit dem größten Teil der riesigen Fahne ab und fiel auf den Boden, die Stange dabei auf seinen Kopf. Schnell eilten eine Menge Leute herbei. Der Krankenwagen holte ihn schließlich ab.
    Des weiteren, stand schon seit Samstag ein kleiner Bollerwagen bei unseren Zeltnachbarn herum, indem sie ihre Einkäufe transportierten. Plötzlich kam dann aber die Polizei angeritten und meinte es sei einem Jungen der Bollerwagen geklaut worden. Schließlich konfiszierten sie den Wagen, konnten aber nicht herausfinden, wer ihn dorthin gebracht hatte. So verging der Vormittag und bald war es Zeit für Isis. Für meine Begriffe ziemlich gute Stonermusik, die man zur Mittagszeit gerne mal mitnimmt.
    Nach kleiner Pause am Zelt ging ich mit Ykcin wieder zurück zur Green Stage. Nicht mehr lang und die Kings Of Leon würden auftreten, deshalb nichts wie rein in den Raum vor der Bühne. So standen wir bei Porcupine Tree, einer Band, die mir vorher Recht wenig gegeben hatte ziemlich weit vorn. Je länger sie spielten desto mehr vertiefte ich mich in den drückenden Sound der Band. Mir gefielen das lustige Aussehen und die wippenden Bewegungen des Bassisten. Dazu ein etwas "geekhaft" aussehender Sänger/Gitarrist, der zwar nur sehr sparsam mit seiner Stimme umging, aber keinesfalls schlecht sang. Am Ende war ich froh auch dieser Band ein Ohr geschenkt zu haben.
    Genau genommen erwartete mich nun mein persönlicher Headliner dieses Festivals. Mit dem Auftritt der Kings of Leon ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung eben jene live zu sehen. Vor allem das erste Album dieser großartigen Band hatte ich rauf und runter gehört und es gehört immernoch zu meinen absoluten Favourites. Ich freute mich deshalb besonders über die Livedarbietung von "Mollys Chambers" und "Trani", bei denen ich jedes Wort mitsingen konnte. Aber auch die Songs vom neuen Album, speziell "Charmer", "My Party" und "On Call" überzeugten live. Zugegeben die Jungs von KOL wirkten an diesem Tag etwas gelangweilt. Nathan kaute die ganze Zeit Kaugummi während des Schlagzeugspielens und machte dabei Blasen, aber meiner Meinung nach hatte das alles eher etwas von Gelassenheit. Für mich waren sie unbestritten die beste Band des Festivals, Punkt. Darüberhinaus verteilten KOL drei Plektren und ca. zehn Drumsticks an ihre Fans. Ein Plektrum hätte ich fast bekommen, aber es schien im Rindenmulch verschwunden und ich gab irgendwann auf in der tanzenden Menge zu suchen. Auf der VIP-Loge rechts oben über der Bühne entdeckte ich zwei Gestalten, die mir bekannt vorkamen, später im Tent sollte ich erfahren, wer da ebenso interessiert wie ich den Kings Of Leon auf die Finger schaute.
    Nachdem ich also noch ein wenig von Sonic Youth angeschaut hatte, ging ich hinüber zu den Five O'Clock Heroes und freute mich darüber, dass das Zelt endlich mal optimal gefüllt war, sodass jeder ein wenig Platz zum Tanzen hatte. Die Band betrat pünktlich die Bühne und siehe da, Bassist und zweiter Gitarrist der Five O'Clock Heroes waren es gewesen, die beim KOL-Konzert gelauscht hatten. Auch dieses Konzert war wieder ein Highlight für mich. Es waren jede Menge tanzwütige Menschen um mich herum, die mit mir die Songs des großartigen ersten Albums genossen. Drea hatte mir vorher gesagt die Band sei live nicht so toll, aber no way sie waren schweißtreibend, feurig und gaben alles. Auch einen neuen Song hatten sie im Gepäck, der auf das neue Album hoffen lässt.
    Als ich das Zelt verließ war es Zeit das verschwitzte KOL-T-Shirt zu wechseln. Genügend Zeit hatte ich ja nun ehe Deichkind mir den Festivalabschluss bereiten würden. Am Zelt fand ich Daniel und Ykcin und wir entschlossen uns in die scheinbar verlassenen Campingstühle der Nachbarn zu setzen. Im Müll fanden wir noch einen Grill und eine ungeöffnete Packung Würste. Ein in der Landschaft herumstehender Kohlesack lieferte das nötige Brennmaterial. Gemütlich grillten wir. Selbst die doch nicht ganz vollständig Abgereisten verjagten uns nicht. Im Tausch gegen Cola bekamen wir noch von einem herumlaufenden Typen ein paar Bier. Der Abend war perfekt. Auffäliig auch, je später der Abend desto mehr Pfandpiraten zogen über das sich lichtende Müllfeld.
    Mit Daniel gings dann zur Blue Stage zum etwas anderen Musikvergnügen mit Deichkind. Klar jeder wollte "Krawall und Remmidemmi" hören und das bekam man auch, sogar gleich 2mal. Unglaublich wenn geschätzte 15000 springen und schreien. Leider standen wir etwas weit hinten. Aber die einzigartige Bühnenshow machte trotzdem was her. Schöne weiße Leuchtstreifen hatten sich Deichkind auf die Klammotten geklebt. Zu Remmidemmi wurde die Krawall Fahne geschwenkt. Sehr unterhaltsam waren auch die Hüpfburg und die Trampolins auf der Bühne. Als einer der Bandmitglieder mit einem Bürostuhl auf dem Trampolin hüpfte war ich schon beeindruckt. Weitere Requisiten waren Ski und Pogostick, die sie passend einsetzten. Besonders kreativ fand ich die Nummer mit den Gummibooten, die einfach auf's Publikum gelegt wurde, um dann darin zu surfen. Natürlich wollte dann jeder mit ins Boot, bis sie schließlich irgendwann sanken. Super Konzert, trotzdem ich die Musikrichtung nicht so mag, haben Deichkind überzeugt und für den etwas anderen Festivalabschluss gesorgt.
    In dieser Nacht beschlossen wir uns noch ordentlich zu betrinken und einmal im Partyzelt vorbeizuschauen. Nach einer halben Flasche Wodka für jeden, die ziemlich nach Grillanzünder roch, waren wir dann sogar zweimal da. Zudem liefen wir quer über den Zeltplatz und fanden die seltsamsten Dinge. Am meisten erfreuten wir uns wohl an ein paar Knicklichtern. Im Dusel wurde dann auch mal ein Zaun umgerissen in den wir hineinfielen. Im Eigentlichen eine sehr lustige Nacht mit Buggis. Das lag wohl auch daran, dass ich den Hamburger Dialekt unserer Zeltnachbarn mittlerweile übernommen hatte und ihn im trunkenen Zustand mit Mühe abzulegen versuchte, aber daran scheiterte.
    Am nächsten Morgen gings dann zurück mit dem Zug nach Freiberg/Sachsen. Weder das überfüllte Bahngleis noch unser Gestank verhinderten das wir nach mehr als 9h wieder zuhause ankamen, wo der erste Weg zur Dusche führte.

    Abgesehen von kleiner Erkältung die ich davon getragen habe, wird mir das Hurricane 2007 mehr als positiv im Gedächtnis bleiben. Auch danke an meine Wegbegleiter. Ihr wart auch großartig. Hier noch einmal die Top10, der von mir gesehen Bands.

    1. Kings Of Leon
    2. Cold War Kids
    3. Five O'Clock Heroes
    4. Bright Eyes
    5. Deichkind
    6. The Arcade Fire
    7. Porcupine Tree
    8. The Rakes
    9. The Bravery
    10. Johnossi
  • Hurricane Festival 2007 - Tag 2: Hickhack und Huckepack

    26 Jun 2007, 22:23



    Dieser Samstagmorgen war so charakteristisch für das gesamte Hurricane 2007, wie kein anderer. Jedes Mal, wenn ich mich dazu entschlossen hatte aus meinem Zelt zu klettern, begann es wieder zu regnen und ich verschob das Ganze erneut auf später. Jedoch nicht etwa der auf das Zelt prasselnde Regen, sondern der wunderschiefe Chorgesang unserer Nachbarn hatte mich geweckt. Es war bezaubernd, wie sie ihr Repertoire von "eisgekühlter Bommelunder" bis "Maria, Maria i like it loud" 9 Uhr morgens präsentierten. Ich hätte an diesem Morgen auch gern soviel Energie verspürt, um solche Hymnen zu schmettern, stattdessen schleppte ich mich zur Wasserstelle. Duschen schien mir bei diesem Wetter einfach ungeeignet, weil dadurch meine Haare wohl nie mehr trocken geworden wären.
    Anschließend gings natürlich wieder zum Supermarkt.
    'Wodka, Wein, Wasser, Dosenravioli' stand auf dem Einkaufszettel. Letzteres war bereits ausverkauft, so griffen wir zu Linseneintopf und Erbseneintopf. Sowie wir den Supermarkt verließen, begann es zu regnen. Wir waren gezwungen uns unterzustellen und hofften das dieser unangenehm starke Regen nicht von langer Dauer sein würde. Bald wurde es aber wieder weniger. Auf dem Zeltplatz labten wir uns dann am Inhalt der Dosen, welcher als großer Batzen mit einem leisen Flutschen aus der Verpackung fiel. Schmeckte fast wie bei Oma, wie man sich denken kann. ;-)
    Zumindest verging die Zeit bis zu den ersten Bands an diesem Morgen etwas schneller. Kurz vor 14 Uhr ging ich dann zu The Bravery. Im Grunde genommen hab ich diese Band nie richtig ernst genommen, aber etwas zu unrecht. Sie sind live wirklich sehenswert. Vor allem die Stagediving-Einlage des Bassisten gefiel mir, als auch der neue Song, der sich mit der US-Regierung befasst.
    Nach kurzer Verschnaufpause am Zelt entschied ich mich mit Ykcin und Tom dazu, einfach mal der Newcomerband Fathead eine Chance zu geben, was sich allerdings bereits nach dem ersten Lied als grober Fehler erwies. Schon das boybandmäßige Outfit der Band ließ mich zweifeln. Nach ein paar Akkorden war klar, die können schnell spielen, aber schnell spielen kann jeder und dummer Highschool-Punkrock á la Good Charlotte ist nun leider mal nicht mein Ding. Sorry Jungs, ich hoffe dem traurigen Rest hats wenigstens gefallen nachdem diese Schnepfe von MTV-Moderatorin Anastasia ihren Gute-Laune Film vor 20 Mann abgezogen hat. Selbst auf der Bühne stand so eine Art Bar mit Coke drin. Leute! Musik darf kein Mittel für Werbehypnose sein. Bitte liebe Bands verkauft euch nicht an die Großkonzerne. Danke.
    Wütend ging ich zu Mogwai, legte mich in die Sonne und vergaß Fathead schnell wieder. Im atmosphärischen Sound entschlummerte ich fast, bis mir jemand eine leere Kippenschachtel auf die Stirn legte. Ich fuhr verdutzt herauf und derjenige erklärte mir, dass ich mich in der Sonne verbrennen könne, deshalb habe er mir als Sonnenschutz die leere Kippenschachtel auf den Kopf gelegt. Erfreut legte ich mich wieder nieder und genoss in Gedanken an all die netten Menschen um mich herum die Musik von Mogwai.
    Nun folgte eine Band auf die ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut hatte, da einige mir bereits von deren Livequalitäten erzählt hatten. The Arcade Fire hielten, was sie versprachen. Eine Bigband, die vom Outfit über die Instrumente bis hin zum Sound so gut harmoniert, ist etwas besonderes und ich bin froh, dass der Sänger Win Butler nach den Stimmproblemen im Frühling jetzt wieder fit ist. Im Großen und Ganzen ein sehr gelungener Auftritt, der mich vor die Frage stellte, warum ich denn immer noch nicht in Besitz eines Albums bin.
    Nach Ende des Konzerts begab ich mich sofort zu Modest Mouse. Ehrlich gesagt wollte ich Ihnen ja nur ein paar Songs à la "Float On" und "The Ocean Breathes Salty" abringen. Zumindest spielten sie Ersteres. Darüberhinaus gefielen mir auch die Sachen vom neuen Album live besser als auf Platte.Es war nicht gerade mein Konzerthighlight, aber immerhin Mittelfeld.
    Dank Tausch der Bright Eyes mit den Manic Street Preachers blieb mir noch genügend Zeit, um mein Tetrapack wieder aufzufüllen und dann schlenderte ich mit Buggis zur Blue Stage. Auf dem Weg trug ich ihn in meinen neuen Gummistiefeln auf dem Rücken an manchen Stellen über unüberwindbare Moorlöcher. Andere schienen sich mehr an solcherlei Dingen zu erfreuen und spielten Sackhüpfen in diesen Tümpeln. Wir standen etwa in der fünften Reihe, als schließlich die weißgekleideten Musiker auf der Bühne erschienen. Conor mit seinen langen Haaren hatte irgend etwas Heiliges für mich. Mit 4 Streichern und jeder Menge Gefühl erzeugte er in mir eine Melancholie, die nicht weh tat, sondern strahlte und mit jedem Song verstärkte sich dieses Gefühl bis "First Day Of My Life" mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Ich habe dieses Lied schon hundertemale auf der Gitarre gespielt. Ich kann jedes Wort mitsingen. Man kann sich vielleicht vorstellen, wie es ist, es endlich live zu sehen. Glücklich verließ ich den Raum vor der Bühne.
    Doch keine Verschnaufpause diesmal. Ich wollte Aereogramme sehen, die mich vor allem mit ihrem ersten Album in Ihren Bann gezogen hatten. Natürlich war das Tent schon voll, denn immerhin war es eines der letzten Konzerte der Band überhaupt. Buggis, welcher in seinen Halbschuhen tapfer hinter mir herstapfte, blieb fast im Schlamm vorm Zelt stecken, als wir um Einlass baten. Nach und nach wurden immer noch ein paar Leute hineingelassen. Drinnen erwarteten mich dann zu meiner Freude viele Songs vom alten Album. Der Sänger hatte sich dafür Unterstützung fürs Schreien mitgebracht, denn schlimmer als bei Win Butler plagten ihn über ein Jahr Probleme mit den Stimmbändern. Vielleicht auch ein Grund aufzuhören. Einzige Kritik: Treuen Fans, die über 10min "Zugabe" schreien, kann man ruhig auch mal eine geben.
    In Hoffnung auf so großartige Lieder wie "Evil" und "Slow Hands" begab ich mich dann noch zu Interpol. Doch die Stimmung bei mir und da wo ich stand war schläfrig. Reines Leinwandschauen zu Musik, die mich um nach Mitternacht nicht mehr vom Hocker reißen konnte. Zudem hatte ich trotz Gummischuhen und Socken kalte Füße bekommen. Mein Schlafsack sorgte dann schnell wieder für warme.

    Gute Nacht bis morgen!
  • Hurricane Festival 2007 - Tag 1: Ossi bei Johnossi zwischen Cold War Kids

    26 Jun 2007, 12:48



    Bereits am Donnerstagmorgen hatten wir die Reise aus dem weitentfernten Freiberg/Sachsen zum Hurricane angetreten und waren am Abend nach neunstündiger Fahrt endlich in Scheeßel angekommen. Wir wurden mit gerade noch auszuhaltendem Nieselregen empfangen und begaben uns schnell zum Festivalgelände. Leider hatten wir keine Bollerwagen, Anhänger oder Ähnliches wie die Anderen, um unsere Ausrüstung zu transportieren und so zogen wir sie einfach durch den Dreck/Matsch, der vor allem rings um den Bändchenstand für Probleme beim Vorankommen sorgte. Herumirrend auf dem Zeltplatz fanden wir schließlich ein Zuhause in Nachbarschaft von weiteren "ABI '07" Leuten und einem verlausten Studentenpack, deren Anführer ein Typ namens "Hunger" zu sein schien. Eine BECK's Fahne in der Nähe diente uns als Orientierung auf dem riesigen Gelände.
    Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, begaben wir (Buggis, Tom, Ich) uns nocheinmal nach Scheeßel (immernoch Regen), um etwas Bier zu kaufen und unsere Freunde vom Bahnhof abzuholen. Der Penny hatte vor 1min zugemacht, weshalb wir dem Griechen für unglaubliche 1,50€ pro Dose grandioses "5,0er" Bier abkauften. Mit durchweichten Schuhen, uns an unseren Bierdosen wärmend, empfingen wir schließlich den Rest unserer Gruppe und begaben uns zurück zum Zeltplatz, wo uns dann auch schnell die Müdigkeit packte und wir zum dröhnenden Bass des Diskozelts einschlummerten.
    Am nächstem Morgen erwachte ich erstaunlich früh. Das mag auch an dem "Ouzo"-Besäufnis unserer Zeltnachbarn gelegen haben, aber wer weiß. Jedenfalls schnell an der Wasserstelle frischgemacht und dann ab zum Supermarkt nach Scheeßel. Ein Glück, dass ich noch ein trockenes Paar Schuhe hatte, denn die anderen waren immer noch nicht trocken. Der wohl meistgekaufte Artikel an diesem Tag schienen Dosenravioli von Maggi zu sein, wie sich am nächsten Tag heraustellen würde.
    Jedenfalls hatten wir nun wieder das Problem mit der Glasflasche Wodka. Also machten wir halt am Bahnhof, um unseren nüchternen Mägen fast 1l Cola einzuverleiben, wodurch wir den Wodka schließlich umfüllen konnten.
    Zurück am Zelt war noch sehr sehr viel Zeit bevor die erste Band würde zu spielen beginnen. Über Stunden hinweg lag ich deshalb in der Sonne, labte mich an den Leckereien aus der Kaufhalle, rauchte oder schlief.
    Um uns herum stiegen die Pegel, ich hingegen nutzte die Chance, um nach dem verregneten Vortag trocken zu werden.
    Gegen 16 Uhr war es dann soweit. Die Tore des Festivalgeländes öffneten sich und der Eichenring wurde von musikhungrigen Menschen wie mir überrannt. Keine Frage, wohin man zuerst ging, denn auf der Blue Stage würden bald The Rakes auftreten.
    Doch zuerst sollten State Radio das Eis brechen. Keine Frage, diese Band mit ihrem Mix aus tanzbarem Rock & Reggae vollendet durch die passende Stimme schien jeder irgendwie zu mögen. Schade nur, dass ihnen mit einem Stromausfall wertvolle Minuten ihres Auftritts geraubt wurden. Aber halb so schlimm, denn im weiteren Verlauf des Abends wurden sie als Ersatz für die Bromheads Jacket im Soundwave Tent vom Lückenbüßer zur gefeierten Überraschung und durften sogar noch eine Zugabe geben. Übrigens die einzige Zugabe, die ich erlebt habe auf dem Festival.
    Bei The Rakes lief dann alles glatt. Aufs Wesentliche minimierter Indierocksound, der an einigen Stellen dann doch wieder erstaunlich vielfältig daherzukommen scheint. So zum Beispiel das großartige "Suspicious Eyes", dem zwar live die zuckersüße Frauenstimme fehlt, aber dennoch begeistert durch die Rapeinlage des zappeligen Sängers Alan. Dieser hatte sich eine super Choreografie fürs Publikum ausgedacht, wobei man die Arme immer im Takt nach rechts oben, rechts unten, links unten, links oben, usw. streckt. Das stärkt die Rückenmuskulatur für Kommendes ;-).
    Für einen kurzen Abstecher gings nun nochmal zurück zum Zelt bevor ich im Glauben an den Auftritt der Bromheads wieder Richtung Tent wandelte. Ganz trocken wollte mich der Wettergott nicht ins Tent lassen, weshalb er mich mit einer Platzregendusche vorm eigentlich schon überfüllten Zelt segnete. Im tropischen Raucherklima, fanden Buggis & Ich unsere zwei Mädels Marie und Kristin.
    Datarock hatte ich immer geglaubt sei langweiliger Elektro, nur wegen dem Namen eben, aber nein nach den paar Minuten, die ich noch gesehen hatte, stand das Fazit, dass ich mir wohl mal ein bisschen Musik von denen besorgen muss.
    Viele strömten nun aus dem Zelt zu Jet, es ward Luft. Wie gesagt Bromheads Jacket hatten kurzfristig abgesagt, was mir noch nicht bekannt war. Deshalb wieder State Radio, wieder gut. Trotzdem nutzte ich die Gelegenheit, um noch ganz flink zum Zelt zu flitzen, wo ich mir einen Tetrapack voll Wein, als Verpflegung für die um 22:15 Uhr auftretenden Cold War Kids mitnahm.
    Zurück im Tent hörte ich die besagte Zugabe und gab mich meinem Tetrapack hin. Ui, da war ja aufeinmal auch Ykcin, der erst gegen Abend hatte anreisen können.
    Wie erwartet begeisterten die Cold War Kids mit ihrem Sound, der wohl zu den einzigartigsten derzeit gehört. Weißes Klavier. Eine Stimme, die manchmal zebrechlich wimmern kann und andermal wieder vor Energie zu bersten droht. Doch immer fühlt man sich mitgerissen. Das Konzert für mich eines der Highlights dieses Festivals. Da warn sich sowohl der Australier neben mir, als auch alle meine Freunde, die im Zelt warn einig.
    Ich blieb im Zelt. Immer konfrontiert mit der Coca-Cola-Hirnwäsche. Ich suchte mir einen Platz zum Sitzen und fand ein paar nette Mädchen zum Plaudern. Im Nachhinein seltsamerweise gab ich einer meine Handynummer, nunja der Wein versteht sich. Als Johnossi begannen, wollte sie mich nichtmal aufstehen lassen, aber bei "Man Must Dance" musste ich mich dann in die Masse stürzen und sah die beiden nie wieder.
    Das ist aber das begeisternde an solch einem Festival. Du triffst Leute redest mit ihnen meist über Musik und verlierst sie wieder, aber das ist nicht schlimm, denn man ist nie allein. Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass ich auf dem Festivalgelände ab und zu jemanden unserer 10-köpfigen Gruppe unter 10tausenden getroffen habe.
    Nun wieder zum Konzert von Johnossi. Ich glaube diese Band hat in letzter Zeit sehr viele Freunde gesammelt und das zurecht, denn mit welcher Hingabe sie ihre treibenden von Leidenschaft geprägten Songs ins Publikum schmettern, ist vorbildhaft. Auch wenn der Sound im Tent meiner Meinung nach bei diesem Konzert hätte besser sein können, Johnossi haben ihr bestes gegeben und bestärken meine Vorliebe für Two-Piece-Bands.
    Völlig verschwitzt, aufgeheizt und leicht müde verließ ich das Zelt, um den von mir eigentlich mit Vorfreude erwarteten Queens of the Stone Age zu lauschen. Natürlich war nun kein guter Platz weit vorne mehr zu bekommen, so erschienen die Männlein auf der Bühne etwa in Daumennagelgröße. Na gut, man hat ja noch die Leinwand, aber die kalte Luft, die durch den klaren Sternenhimmel nun nach unten Drang setzte mir arg zu. Die Kontaktlinsen klebten, mir war hundekalt und die Musiker um Josh Homme spielten nicht das, was ich hören wollte, sondern wirkten eher statisch auf der Bühne und konnte mich nicht erwärmen, weshalb ich das Gelände nach etwa einer halben Stunde QOTSA Richtung Zelt verließ und schnell im Schlafsack verschwand. Zur Verteidigung der Queens muss ich noch sagen, dass sie später noch ihre großartigen Lieder gespielt haben, aber leider zu spät für mich.

    Ich sag gute Nacht bis Samstag.
  • How I Became An Indie Music Fan [part2]

    7 Abr 2007, 23:52

    ...the second time I heard Smells Like Teen Spirit, I was already in 8th grade. I got the name of the band and said it like 10 times or so just to remember and not to forget it again. Of course, i wanted some more songs to satisfy my mind. I was surprisingly disciplined in doing that. I got myself one album after another and each one averted me for about 3 months or so. When i think of my music consumption nowadays then these album were something really important for me. It doesn't need to be said that all music gets boring with the time despite of Bach maybe ;-). I can say I have them all: cd's, b-sides, acoustics, vhs, dvd, whatever. I "was" a freak running around in a t-shirt, which presented a dead yellow smiley.
    I don't know when it was, but at some point I began looking for some similar bands. Logically consistent I followed the trace to Seattle. Bands like Mudhoney, Soundgarden or Alice in Chains were waiting there for me. After a short intermezzo with Alice in Chains I buried my belief that these bands represented what I liked on Nirvana.
    More than 1 and a half year in complete obsession were gone, when i became aware of one the last great music shows on German TV: "Fast Forward" made me think. "Fast Forward" made me resist. "Fast Forward" made me an individual human being. Charlotte Roche let me weaken.
    I was watching the show in late spring of 2005, when i first saw a video of two weird looking guys playin' their song in front of some elderly people and a pastor. The song was called 10 A.M. Automatic.

    [to be continued]
  • How I Became An Indie Music Fan [part1]

    7 Abr 2007, 11:34

    It all began at the age of 10. I was listening to the local radio station "oldie.fm". It was actually the only radio station that appealed to me despite of "sunshine live", but i don't wanna talk about that, because nowadays i am ashamed of having listened to it.
    A lucky circumstance made it possible that my first album at all was The Beatles "1" and not the "sunshine live vol.1" lol, but ok. Well then there was a time, when I didn't seem to know that there are some other cool bands out there to discover. Meanwhile, I called "oldie.fm" and asked if they could play "Love Me Do" from the Beatles on the radio and they did so.
    Then Suddenly a new radio station appeared in my airwave. I can only remember the radio presenter often saying "Stay clean homies" between the songs. It was bracing new for me, listening to bands like Blur or the Bloodhound Gang. After a few feeks the station disappeared. It must have been a test, which failed.
    Left alone i had to look for something new. The only light seemed to be "radio fritz" from Berlin, which i was able to receive after i had tinkered myself an antenna of 4m length. Most of the time they didn't play the music, I was looking for, so I only listened to the tuesday night show "sprechfunk" with Jürgen Kuttner, who is actually the owner of the most alternative music collection and I'm not talking about that kind of alternative music, moreover about the craziest lo-fi cover versions, communist songs or songs that may have been extincted if Kuttner hadn't made a copy of them.
    On some historical day Kuttner first played some weird cover versions of Smells Like Teen Spirit and then the original. I can say I was infected by that song. Unfortunately I didn't get the name of the song at that time, so i had a catchy tune, but no possibility to feed him. It took a while until i was able to listen to the song again..

    [to be continued]
  • ۩ my personal shrine ۩

    22 Feb 2007, 19:55