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  • Kurz und knapp gesagt ...

    6 Nov 2008, 22:30

    So., 2. Nov. – World Violation the Concert

    ... war Project Pitchfork klasse und ihre 3 Vorbands dagegen (inklusive Absurd Minds) grottenschlecht. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. Von der letzten Vorband hatte mich das sogar irgendwie überrascht, weil sie auf CD ja gar nicht mal so übel klingen. Aber ihre Performance sprach für sich und gegen sie ....

    Was Pitchfork betrifft, so darf man feststellen, dass sie sich als Band wieder etwas mehr an ihre Anfänge zu erinnern scheinen ... Thumbs up !
  • "but ... just how do you know ? how can you know ?"

    17 Oct 2008, 23:47

    Fr., 17. Okt. – Tribut to Nico
    "on this street, or on any street, like a dog knows when theres a ghost in the room" sang James Young langsam .. war ein toller Song. Wüßte zugern ob es das Lied außerhalb der Veranstaltung geben wird ... wahrscheinlich ja wohl eher nicht, wenn man bedenkt, dass die Typen eigentlich gar keine Musik mehr machen. In einem anderen Song von den vier Musikanten, bei denen 2 ehemalige Bandmitglieder von Nico (u.a. Jim halt) mit von der Partie waren, gaben sie einige repetive, groovige Melodien zum Besten. Eine dahingestellte Jung-Sängerin sang im Wechsel mit dem Guitaristen italienische und englische Wort-Schnipsel: "mangiare gli spathetti" "mary, when did you arrive ?" "cattivo marcellino". Dies klang irgendwie toll und war obendrein lustig.

    ansonsten allet sehr hübsch und nett gewesen, nichts atemberaubendes zwar, aber auf gar keinen Fall ein schlechter Abend ... was mich vielleicht am ehesten umgehauen hat, waren die am Ende der Veranstaltung, in Zeitlupe ausgestrahlten, riesig an die Wand projizierten, bewegten Filmbilder einer wahrscheinlich 15 jährigen Nico auf Ibiza bei ihrem ersten Shooting, wie sie kindlich vergnügt in die Kamera lächelt, immer wieder ihre Arme umherschmeißt bzw. in dieser Einstellung langsam hin und her bewegt und dann wie zum Abschied winkt .. am Schluss blickt sie einen noch einmal direkt an, so unverbraucht und unschuldig wie man sie eigentlich selbst auf Fotos noch nirgends wo gesehen hat ... ein toller Abschluss für diesen Abend zumindest.

    Ari trat nicht auf die Bühne ... obwohl er offenbar anwesend war, wie Lutz Ulbrich noch am Anfang des Abends durchblicken ließ ... derselbige Abend war ansonsten voll von Tribut für Nico... durch viele Cover der anwesenden Künstler ... etc.

    mir gefiel neben den besagten Leuten am besten Jutta Koether, welche Nico mal auf einem Konzert in Berlin gesehen hatte, und diese Solo Performance von ihr und die Art wie sie sang, beeindruckte sie derart dass ihr Interesse für Kunst und Musik geweckt wurde. ihre eigene, künstlerische Sicht auf Nico bzw. ihren eigenen Zugang zu Nico vermochte sie sehr wortgewandt auszudrücken .... Das ganze nannte sich dann "The Imagination has no sense for the inappropriate" (glaub ich zumindest ;-))
    und darin veranschaulichte sie ihre These dass Nico eine Art extremeTraumatisierung in ihrer Kunst bzw. Darstellung benutzte. Klingt zunächst etwas seltsam, so wie sie es aber dann weiter ausführte und erklärte war ich widerum beeindruckt von ihren teils sehr individuelle Gedanken und Ideen über Nico... die aber durch ihre Authentizität auch ein gutes Stück überzeugen konnten. Sie hatte keine oberflächlichen Blick, wie viele andere Leute, die sich auf sie bezogen .... noch versuchte sie sich pseudo-allwissend in einer ausgeklügelten Psycho-Analyse über sie zu stellen. ... ihre Worte waren vielmehr poetisch. Das gefiel !
    Auzug frei meiner Erinnerung nach: "To lay bare the own narcism and leave it behind, let rise something else instead, and that is pure desire. And like this, she sang about her desire (...) Often she was representing just an empty mirror of herself ... to see this is just terror for our eyes (or heart?). Its not easyily bearable" Naja, etwas oberflächlich erinnert, aber es war jedenfalls ein sehr schöner Text, den sie da vortrug... Dann meinte sie, dass sie uns ein paar "Sounds" mitgebracht hätte ... und mehr war es dann zwar auch nicht - sie spielte auf einem Keyboard eine sich wiederholende Melodie, die sie mit allerlei Misstönen unterbrach und so immer wieder parallel zu der Tonfolge eine Disharmonie erzeugte - aber so simpel und gleichzeitig effektiv unterstrich dies noch einmal ihre eigene Sicht auf Nico ... ich fand es sehr gut.

    Die restlichen Künstler besangen sie alle auf ihre eigene kreative Art, es war aber durchaus sehr nett die Songs mal von anderen gesungen zu hören ... sowie auch Anekdoten vorgelesen zu bekommen, von Leuten die sie mal getroffen hatten. Auch Lutz Ulbrich, den ich in dem Film Nico Icon von seiner Einstellung ja eher etwas billig fand, war heute abend recht neutral. Er meinte an einer Stelle, er wüsste selbst nicht richtig mit der Situation umzugehen und er wolle sie hier auch nicht als Heilige behandeln. Die ganze Geschichte mit ihr war Jahre her und sein Leben war um einiges flockiger geworden.

    Insgesamt hat sich der Abend auf jeden Fall für jeden Nico-Fan mehr als gelohnt ... denk ich

    Goodbye Nico for now ... Vergessen wird sie sicherlich niemals sein ...
  • C´m on Billy, dont be mean !

    25 Feb 2008, 22:54

    Sa., 23. Feb. – The Smashing Pumpkins, Polarkreis 18

    Verglichen mit dem Billy vor einem Jahr in der Columbia, war dieser nun extrem heiser und schien abgespannt - natürlich immer mit einem Grinsen aufm Gesicht. Ich fand absurd, dass er als Bürger eines so patriotischen Landes wie den USA, an einem Punkt meinte, dass es doch viel besser sei, ihm zu zujublen, als "Deutsland über alles" zu gröhlen. Daraufhin fingen einige Leute, in naiver Verwirrung, an wiederholt "Deutschland" zu rufen, und bald daraufhin "Berlin". Er klatschte daraufhin und rief "Deuts´land - Fuck ur mother" etc. Und ich glaub, Humor hin und Rockstar-Attitüde her, dass ich nicht der einzigste war, der bald das Gefühl bekam, dass der gute Billy da irgendwie die Rolle des "asshole" spielen wollte.

    Trotz seiner schnoddrigen Gleichgültigkeit gegenüber dem Publikum, verdiente er sicherlich Respekt, dass er, so krank wie er war, auf die Bühne gekommen ist und dies alles seiner Stimme antat. Die Auswahl der Songs wiederum war interessant wenn auch nicht sehr gut aufeinander abgestimmt. Insgesamt ein stilmäßig relativ chaotisches Konzert !

    Ich persönlich war irgendwo froh, als es vorbei war. Es machte, aufgrund seiner gewöhnungsbedürftigen Darbietung, enfach keinen rechten Spaß bei ihm in der ersten Reihe zu stehen. Er wirkte erschöpft, wollte sich dies aber nicht anmerken lassen. Vielleicht hätte er sich doch mal eine Pause gönnen sollen. Denn seitdem er das letzte Mal in Berlin war, schien er pausenlos rumgetourt zu sein.

    Von mir mich persönlich aus, hätt ich auf dieses Konzert verzichten können. Schade um das Geld !
  • Burn like fire, burn like fire ... in Berlin

    25 Feb 2008, 17:23

    Sa., 16. Feb. – The Cure, 65daysofstatic


    Mein erstes Konzert von The Cure und dann war ich doch tatsächlich derart gesegnet, dass ich mir einen recht guten, mittleren Platz in der 1. Reihe sichern durfte.

    Nach dem die Vorgruppe gespielt hatte, die um einiges rockiger waren als ich sie mir von davorigem Anhören vorgestellt hatte, und sie wieder etwas umgebaut hatten, kamen schließlich The Cure auf die Bühne. Ich war sofort baff von dem klarem und intensivem Live-Sound, der mich stark an die Entreat-Live-Scheibe erinnerte - es klang wirklich saucool!

    Ebenfalls immer überraschter wurde ich, je weiter das Konzert voranschritt und je mehr alte Lieder er tatsächlich spielte. Ich hatte nämlich befürchtet, er könnte vielleicht nur die letzten 2 Alben durchspielen und bis auf ein paar Klassiker nichts von damals. Dabei sang er (s.u.) ziemlich viele alte Songs, was allerdings, wie ich nachher von einem, neben mir stehendem Luxemburger lernte, ganz normal bei The Cure sei.

    Bemerkenswert fand ich auch, wie Robert Smith, (je mehr Bier er getrunken hatte, desto ? ) lockerer und verspielter wurde. Überhaupt waren bei Songs wie Lullaby´, oder ´Why cant I be you ?´, seine Mimik und sein Gestikulieren sehr süß. Fast kindlich. Auch das Publikum war nach einer halben Stunde aufgetaut gewesen und bei Songs wie Play for today oder Lovecats, summte die halbe Halle beim Refrain lauthals mit. Beim Ende von A Forest klatschen alle den Rhytmus mit. Sowie natürlich ´Boys dont cry´ und ´Fire in Cairo´ mitgegröhlt und gesungen wurde.

    Die Velodrom-Halle, welche rundegebaut ist, war rammelvoll. Sogar die Sitzplatzränge hinter der Bühne (wo man nichts von der Bühne sehen konnte) waren belegt und überall standen Leute. Darum ging Robert auch bei zwei Liedern einmal komplett um die Bühen herum, so dass auch diese etwas von ihm gehabt hatten. Auch der Rest erhob sich langsam während des Konzertes um sich zu den ganzen Ohrwürmern bewegen zu können. All diese Dinge müssen von der Bühne sicherlich sehr schön ausgesehen haben: ein gut gelaunte, gröhlende und jubelnde Menschenmasse vor einem und ringsherum überall tanzende oder sitzende Männekiken.

    Auf jeden Fall ein krasses Konzert !



    Mainset:
    plainsong
    prayers for rain
    alt.end
    please project
    a night like this
    the walk
    the end of the world
    lovesong
    to wish impossible things
    pictures of you
    lullaby
    from the edge of the deep green sea
    the drowning man
    push
    just like heaven
    primary
    a boy i never knew
    if only we could sleep tonight
    the kiss
    never enough
    wrong number
    one hundred years
    disintegration

    Encore 1:
    at night
    m
    play for today
    a forest


    Encore 2:
    the lovecats
    let's go to bed
    freak show
    close to me
    why can't i be you?


    Encore 3:
    three imaginary boys
    fire in cairo
    boys don't cry
    jumping someone else's train
    grinding halt
    10:15 saturday night
    killing an arab
  • We waited just a lifetime ...

    28 Nov 2007, 20:32

    Fri 7 Sep – The Legendary Pink Dots

    ... for this, for this.

    Ok, leicht übertrieben, aber 2 Vorbands, die zudem noch net mal so unterhaltsam bzw. gut waren, empfand ich als etwas zuviel des guten. Man wurde einfach bereits zu Anfang so übersättigt, dass es anstrengend war sich wieder auf die eigentliche Hauptband einzustellen. Zumindest ging es mir so. Lieber ohne, dafür aber mehr Songs und länger ... aber genug von diesen phantastischen Überlegungen.

    Edward Ka-Spel kam dann auch barfuß in seinem weißen Nachthemd auf die Bühne, was wohl eines seiner Markenzeichen sein soll. "Tja, schon kauzig, aber der darf das" erläuterte mir bereits zuvor ein mittelalter Fan der LPD diese kleidungstechnische Eigenart.

    Aber schließlich war man doch froh als dann endlich LPD auf der Bühne standen um mit Keyboard, Saxophon / Klarinette herum zu musizieren.

    Ansonsten war er recht fit drauf und es war interessant die Gruppe einmal live zu hören. Insgesamt also dann doch noch ein nettes Konzert.
  • ... In another land ....

    28 Nov 2007, 19:52

    Wed 21 Nov – And Also the Trees, Golden Apes

    also ick war dann am mittwoch bei mir in berlin im k 17... kene ahnung wieviele leute es wirklich darein schafften, vielleicht 70 oder so ? war jedenfalls men erstet AATT-Konzi und muss zugeben, jetzt mag ich sie noch mehr als zuvor.weiß man ja immer nie vorher, ob man die performance auchso nett findet wie die mucke. für
    mich hat allet gestimmt: geboten wurden gute musiker mit gutem sound die gute stimmung verbreiteten. bzw. energetisch verpackte melancholie.

    der sänger wirkte recht charismatisch auf mich. bei seinem auftritt schien er sich von anfang an immer wieder auf die musik seiner bandkollegen zu konzentrieren und verzog irritiert das gesicht wenn eine falsche note fiel ... außerdem beeindruckte mich wie er sich beim singen immer verkrampfte. zwar irgendwie theatralisch, aber es passte zu seinem gesang und kam insofern authentisch rüber. ich fands sehr cool. nun
    hab ich zumindest zu der stimme nen gesicht im kopp, das ich bestimmt so schnell net mehr da raus krieg ... Es war auf alle Fälle eine recht tolle Atmosphäre.

    auch ganz lustig war als die band beim song "shaletown"
    kurz ihre instrumente absetzten und - als das publikum dann heftig los jubelte - es dabei bewenden ließen ... sie guckten kurz etwas doof aus der wäsche und machten dann beim nächsten song weiter. bin mir net sicher welcher seite es peinlich war.

    ansonsten fand ichs ganz ok dass es net soviel interaktion zwischen publikum und band gab. bei den ersten zugaben meinte er dann mal "good people here" so wie er, als wir sie dann dazu nötigten für ne 3. zugabe nochmal auf die bühne zu kommen, dass er es net erwartet hätte ... was man ja gerne hört.

    Insgesamt wurden viele klassiker gespielt aber auch einige songs vom neuen album.
  • "Hummer" Konzert in der Columbia ...

    8 Jun 2007, 1:28

    Wed 6 Jun – The Smashing Pumpkins


    Der Sound war große Klasse. Die Band wirkte mit ihren neuen "Mitgliedern" recht sympathisch auf mich, wobei Billy & Jimmy wirklich in Top-Form zu sein schienen. Das Zusammenspielen von Billy, Jeff, Ginger & Jimmy empfand ich als durchgehend gut... Ich war ziemlich froh, so nah vorne einen Stehplatz in der Nähe zwischen Gingers (links stehend) und Billys Platz (Mitte) ergattert zu haben. Mit einem Vordermann als Puffer und einer Hand am Gitter war das mittelmäßig unkontrollierte Herumgespringe von einigen Leuten, die offenbar in die erste Reihe wollten, ganz gut abfederbar.

    Jemand, der meiner Meinung nach weniger in das Event reinpasste, war der in einem recht abgespaceten Outfit (Stirnband, Leggings, Glitzerzeug und Ketten) erscheinende Guitarist Uli Jon Roth (Scorpions lassen grüßen) der mit Billy 2-3 Songs mitperformte.

    Nicht zu vergessen: es gab ja noch eine Keyboarderin, die bei fast einem Drittel der Songs für die Live-Unterstützung der Songs mit auf der Bühne (im Hintergrund) stand. In manchen Momenten schien sie krampfhaft Augenkontakt zu Billy zu suchen, der sich aber komischerweise nie zu ihr umdrehte.

    Die Auswahl sowie der wilde Mix von Songs aus den unterschiedlichen Alben der Pumpkins, inklusiv der vorgestellten frischeren Songs vom nächsten Album, empfand ich als sehr stimmig - vielleicht gerade weil alle so wild durcheinander gespielt wurden, wirkte die Abfolge konstant harmonisch und passend. Zwischenzeitlich fühlte ich mich wie durch eine Zeitmaschine hin und herbewegt. Das live Miterleben einiger Songs (vor allem von Siamese Dream und Mellon Collie), bei denen sogar manchmal ein Großteil der Halle laut mitsang/gröhlte, ließ eine unbeschreiblich tolle Atmosphäre entstehen, die ich in dem Maße von noch bislang keinem anderen Konzert-Erlebnis kannte. "Wie geil, wie geil... au, wie geil..." stammelte einer meiner Hintermänner immer wieder leicht euphorisch vor sich hin. Dem konnte ich innerlich wie äußerlich (durch Jubelrufen und Mitsingen) nur beipflichten.

    Besonders war sicherlich auch, als Billy bei einem Lied von der Siamese Dream bei einer der ruhigeren Passagen anstatt seinem Original Text plötzlich den Text von "The End" (von Jim Morrisson) sang - mit der Melodie seines Songes. Wenn man Billys eigentliche Lyrics dazu nicht kannte bzw. einem der andere Text nicht von woanders her bekannt vorkam, fiel es einem u.U. gar nicht auf ; mich jedenfalls schlug diese überraschende Variation absolut in ihren Bann. Auch wenn ich im ersten Augenblick befürchtete, dass Billy uns mit diesen Zeilen ( "This is the end, my beautiful friend..." etc.) mitteilen wollte,dass das Konzi nun gleich beendet wäre. Dem war aber erfreulicherweise nicht so.

    Die 3 Stunden, welche die "neuen" Smashing Pumpkins spielten, sind auf alle Fälle jeden Cent meines Tickets wert gewesen !